Der Blick aufs Ganze.

Lisas Navi

Am Sonntag habe ich das großartige Frühlingswetter genutzt und war mit meinem Gravelbike und der Elbprinzessin Prestige (so heißt das Bike meiner Freundin) im Gelände unterwegs. Weitere Begleitung: mein Navi, mit der vorbereiteten Route. Weil ich weiß, dass ich sonst nie wieder nach Hause finde. Auf einem Waldweg kam die Anweisung, nach rechts abzubiegen. Das kam uns beiden komisch vor, denn eigentlich passte die Richtung nicht …..aber wenn die Ansage vom Navi kommt, muss es wohl stimmen. Nun muss ich dazu sagen, dass man auf dem Navi immer nur einen sehr kleinen Ausschnitt der Karte sehen kann. Nachdem wir weitestgehend unfall- und pannenfrei den Weg über Baumwurzeln und durch schlammige Löcher gefunden hatten, uns unsere Helme vor einer Gehirnerschütterung durch tiefhängende Äste bewahrten, erreichten wir einen Weg, der uns sehr bekannt vorkam. Der Blick auf komoot* zeigte uns: wir hätten einfach nur ein Stück weiter geradeaus fahren brauchen und wären genau hier angekommen. Hätten wir also den Blick aufs Große Ganze – oder zumindest auf einen etwas größeren Kartenausschnitt – gehabt, wäre uns der beschwerliche Umweg erspart geblieben. 

Was sagt mir das für meinen Job als Führungskraft? Wenn mein Bauchgefühl mir einen Hinweis gibt (ja, es ist eine gute Idee, auf das Bauchgefühl zu hören! Dazu mehr ein anderes Mal), sollte ich innehalten. Mal einen Wechsel der Metaebene vornehmen und schauen, ob ich mit meinem Team, im Projekt noch auf dem richtigen Weg bin. Und – das finde ich mindestens genauso wichtig! – ich sollte meinen Mitarbeiterinnen die Möglichkeit geben, das Große Ganze zu sehen. Damit gebe ich ihnen die Chance, den Sinn und die Konsequenzen ihrer Arbeit aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen, ihre Ideen einzubringen. 

Wie geht es dir, wenn du Mitarbeiter bist? Welche Auswirkungen hat es auf deine Motivation, wenn du weißt, was mit deinem Beitrag in diesem Projekt weiter passiert? Wie sind deine Erfahrungen?

*komoot ist eine App zum Routenplanen – ich nutze sie für meine Touren und empfehle sie gern weiter (ganz uneigennützig).

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